Umsteigen auf den HVV in den Walddörfern wird verteuert

Senat beschließt Parkgebühren für Park+Ride-Anlagen

Heute hat der Hamburger Senat das sogenannte Park+Ride-Entwicklungskonzept beschlossen. Demnach soll die Nutzung zahlreicher Park+Ride-Anlagen, auch an den U-Bahnhaltestellen Volksdorf und Meiendorfer Weg, ab Juli 2014 kostenpflichtig werden. Zukünftig soll die Nutzung der P+R-Anlagen 20 Euro pro Monat oder 2 Euro pro Tag kosten. Hierfür sollen jetzt entsprechende Parkscheinautomaten installiert werden. Auch der Park+Ride-Platz am Ohlstedter Bahnhof soll von der P+R-Betriebsgesellschaft übernommen werden und könnte damit mittelfristig gebührenpflichtig werden.

Hierzu der Volksdorfer CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Thilo Kleibauer: "Die Einführung von Gebühren für das Park+Ride-Angebot lehnt die Hamburger CDU entschieden ab. Gerade in den Außenbezirken macht es überhaupt keinen Sinn, das Umsteigen auf den öffentlichen Nahverkehr unattraktiver zu machen. Damit bleibt mehr Autoverkehr auf den Straßen oder die Autofahrer weichen zum Parken in Wohnstraßen aus.

Seit vielen Jahren hat die Park+Ride-Betriebsgesellschaft in Hamburg das Hauptziel, zur Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Nahverkehrs beizutragen und neue Kundenkreise für den HVV zu erschließen. Hierfür wurden in den letzten Jahren auch die modernen Volksdorfer Anlagen errichtet und aus Ausgleichsabgaben für nicht gebaute Stellplätze bei Neubauten finanziert. Neben Berufspendlern werden diese Parkflächen auch von vielen Menschen genutzt, die abends in die Stadt ins Theater oder zu Veranstaltungen fahren. Jetzt steht beim SPD-Senat bei Park+Ride offensichtlich nur noch die Einnahmeerzielung im Vordergrund. Dieser Richtungswechsel ist verkehrspolitisch absolut kontraproduktiv.
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