Schriftliche Kleine Anfrage von Thilo Kleibauer zur Zukunft des HdJ Volksdorf

Der Bezirk Wandsbek hat die offene Kinder- und Jugendarbeit im Haus der Jugend (HdJ) in Volksdorf deutlich eingeschränkt. Nach den Sommerferien wurde das Angebot aufgrund von Personalwechseln reduziert. Dies geht jetzt aus der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des Volksdorfer CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Thilo Kleibauer hervor.

Das Bezirksamt plant, die Jugendeinrichtung an einen freien Träger abzugeben. Bis zu diesem Zeitpunkt will der Bezirk nach Senatsangaben nur ein "Übergangsangebot" für das HdJ sicherstellen, ein Konzept hierfür liegt aber gar nicht vor. Auch eine entsprechende Ausschreibung für die Trägerschaft wurde noch nicht gestartet. Allerdings soll nach den Vorstellungen des Bezirksamtes die Ausstattung des HdJ mit Personal- und Sachmitteln dabei um mehr als ein Drittel gekürzt werden. 

Hierzu der Volksdorfer CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Thilo Kleibauer: "Nun trifft die massive Kürzung des SPD-Senats bei den Bezirken das Haus der Jugend Volksdorf. Das HdJ ist eine feste Institution in der Jugendarbeit in der Region. Der Anteil der 6 bis 18-Jährigen an der Bevölkerung liegt in Volksdorf mit 16,5% deutlich über dem Landesschnitt von 11%. Hier muss der Bezirk für eine angemessene Ausstattung des HdJ kämpfen und nicht die einzige staatlich finanzierte Jugendeinrichtung vor Ort ausbluten lassen."

In der Antwort auf die Anfrage hat der Senat bestätigt, dass für das Volksdorfer Haus der Jugend bislang eine Ausstattung mit 3 Vollzeit-Stellen vorgesehen ist. Im Zuge der geplanten Abgabe der Trägerschaft will der Bezirk allerdings nur die Mittel für 2 Stellen übertragen. Insgesamt sollen für die Personal- und Sachausstattung zukünftig nur noch 115.000 Euro zur Verfügung gestellt werden, nachdem der Bezirk in den letzten Jahren jeweils 180.000 Euro aufgewandt hat. 

"Offensichtlich ist das Bezirksamt nur daran interessiert, möglichst schnell die Verantwortung für das HdJ Volksdorf loszuwerden. Die massive Kürzung der Gelder ist für eine Jugendeinrichtung dieser Größe völlig unangemessen. Und obwohl der Bezirksamtsleiter schon vor Monaten beschlossen hat, die Trägerschaft für das HdJ aufzugeben, haben keinerlei Gespräche mit den benachbarten Schulen oder den örtlichen Vereinen über die künftige Ausrichtung der Jugendarbeit in Volksdorf stattgefunden. Hier benötigen wir jetzt schnell Klarheit, damit im HdJ wieder mehr stattfindet als ein planloses Notfallprogramm," so Thilo Kleibauer abschliessend.

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