Buchenkamp-Bebauungsplan wird ausgelegt

Öffentliche Auslegung des umstritteten Bebauungsplans Volksdorf 46 für den Bereich Buchenkamp/Eulenkrugstraße bis zum 22. Juni

Mitten in der Corona-Krise hat die rot-grüne Bezirkskoalition im Eilverfahren die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans Volksdorf 46 für den Bereich Buchenkamp/Eulenkrugstraße beschlossen. Die öffentliche Auslegung ist ein wichtiges Instrument der Bürgerbeteiligung im Planverfahren, bevor ein Bebauungsplan endgültig beschlossen wird. Die Auslegung findet vom 20. Mai bis zum 22. Juni 2020 statt. In diesem Zeitraum stehen alle Planunterlagen unter https://bauleitplanung.hamburg.de/ zur Verfügung. Auf diesem Wege können auch Stellungnahmen und Einwände abgegeben werden. Mit der neuen Planung sollen die landwirtschaftlichen Flächen am Ferck’schen Hof jetzt als „städtisch geprägter Bereich mit mittlerem bis geringem Grünanteil“ festgelegt werden. Neben 60 Wohneinheiten und einer Einrichtung für Demenzkranke sind eine Kita mit 100 Plätzen und ein Gebäude für Tagespflege/Hospiz geplant. Der Landschaftsschutz soll aufgehoben werden.

Hierzu Thilo Kleibauer, CDU-Bürgerschaftsabgeordneter für den Wahlkreis Alstertal/Walddörfer: „Die aktuelle Fassung der Pläne weicht massiv von den ursprünglich vorgelegten Entwürfen ab. Die geplante Bebauung wird dichter und größer, die Abstände zu den schützenswerten Knicks deutlich kleiner. Die von SPD und Grünen gemachten Zusagen zum Schutz der rückwärtigen Flächen im Gebiet des Bebauungsplans werden nicht eingehalten. Auch der angekündigte Kauf von Flächen außerhalb des Plangebiets an der Landesgrenze durch die Stadt Hamburg zur Umsetzung eines Biotopkonzeptes ist noch lange nicht in trockenen Tüchern. Zudem wurde die bislang zugesagte Befristung für die Nutzung des Flurstücks an der Eulenkrugstraße für die Flüchtlingsunterkunft auf insgesamt 15 Jahre aufgegeben.

Alles in allem bestätigt sich damit unsere kritische Haltung zu diesem Plan. Die CDU lehnt eine Bebauung der Flächen östlich des Buchenkamps klar ab. Damit wird eine wichtige Landschaftsachse unwiderruflich zerstört. Zudem leisten die Walddörfer durch die laufende Nachverdichtung bereits einen großen Beitrag zum Wachstum Hamburgs, so dass hier keine wertvollen Grünflächen in Anspruch genommen werden müssen
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